Adoptionsrecht für Eingetragene Lebenspartner ist sehr zu begrüßen

Die Forderung der Justizminister der Länder, ein Adoptionsrecht für Eingetragene
Lebenspartnerschaften von Lesben und Schwulen in Deutschland umzusetzen, unterstützen
wir ausdrücklich.

Die Justizministerkonferenz der Länder hat in ihrer Herbsttagung am 4. November 2010
beschlossen, die Bundesregierung aufzufordern, auch Eingetragenen Lebenspartnern die Adoption
eines Kindes zu ermöglichen. Das Thema Adoptionsrecht für Eingetragene Lebenspartnerschaften
stand an oberster Stelle der Tagesordnung der 82. Konferenz.

Das Adoptionsrecht für die Homo-Ehe ist derzeit nicht Bestandteil der rechtlichen Ausgestaltung
der „Eingetragenen Lebenspartnerschaft“. Adoptieren dürfen hierzulande nur Einzelpersonen und
(heterosexuelle) Ehepaare. In der Praxis werden überwiegend Paaren eine Adoption zuerkannt,
damit scheidet sie für Einzelpersonen faktisch aus, auch wenn sie rechtlich möglich wäre. Innerhalb
der Lebenspartnerschaft gibt es lediglich die Stiefkindadoption, d.h. das leibliche Kind des
Lebenspartners zu adoptieren, erklärt der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben
(LiSL) Manfred Donack.

Liberale Schwule und Lesben gratulieren herzlichst Guido und Michael und wünschen Glück auf allen Lebenswegen

Zur Eintragung der Lebenspartnerschaft von Guido Westerwelle und Michael Mronz erklärt der LiSL Bundesvorsitzende Manfred Donack:

Foto: Tafkas, 2009

„Die Liberalen Schwulen und Lesben haben mit Freunde die Nachricht von der Eintragung der Lebenspartnerschaft von Guido Westerwelle und Michael Mronz vernommen. Im Namen des Vorstandes der LiSL und auch ganz persönliche möchte ich Euch herzlichst gratulieren und das Beste für Euren zukünftigen, gemeinsamen Lebensweg wünschen!“

Weiter führt Donack aus, dass es ein äußerst positives Signal für Toleranz in unserem Land ist, wenn der Bundesaußenminister seine Lebenspartnerschaft eintragen lässt. Unser gemeinsames Ziel muss es weiter sein, über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus Gleichberechtigung und Toleranz zu verbreiten.