Genfer UN-Resolution stimmt Liberale Schwule und Lesben optimistisch

Liberale Schwule und Lesben zeigen sich optimistisch zu der in Genf verabschiedeten Resolution des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen, in der gleiche Rechte für alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gefordert werden. Der LiSL-Bundesvorsitzende Manfred Donack erklärte: „Ich schöpfe daraus die Hoffnung, dass nun ein großer Schritt hin zu einem weiteren Abbau von Diskriminierung und Entkriminialisierung weltweit gelungen ist. Der Weg hin zu einer Normalisierung im Umgang miteinander muss nun aber weiter gemeinsam gegangen werden. Dabei sind sowohl weitere rechtliche aber auch gesellschaftlich Schritte erforderlich. Die Gesetzeslage ist das eine, aber die gelebte Toleranz in der Gesellschaft das andere.“.
Donack ist allerdings über den Widerstand aus einigen afrikanischen und arabischen Mitgliedsstaaten besorgt. Hier sollten die übrigen Mitgliedsstaaten und ihre Regierungen verstärkt Engagement in Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit investieren. Donack ist nicht der Auffassung, dass plumpe Forderungen wie sie Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) ausspricht „Homophobie und Gewalt wird der Kampf angesagt.“ zu einem friedlichen Miteinander beitragen. Jetzt sei der Zeitpunkt da, um Homosexualität zu entkriminalisieren ohne Gewalt- und ohne Kampfansagen.
Donack ist zuversichtlich: „Die liberalen Regierungsvertreter in Berlin mit Dr. Guido Westerwelle und Dirk Niebel an der Spitze haben beispielsweise im letzten Jahr die grausame Situation in Uganda aufgegriffen und ugandische Regierungsvertreter persönlich vor Ort aufgefordert, den angestrebten Gesetzentwurf, in dem Homosexualität unter Todesstrafe gestellt werden sollte, wieder zurück zu nehmen. Auch wird Entwicklungshilfe an die Verbesserung der Menschenrechtssituation im Land geknüpft.“. Donack sieht auch in der Gründung der Magnus-Hirschfeld-Stiftung die Chance, die Situation Schwuler und Lesben in der deutschen Gesellschaft weiter zu verbessern.