Äußerungen zu Homosexuellen beim Gesprächsforum der Katholischen Kirche

Sehr geehrter Herr Kardinal Marx,

nach Informationen des LSVD (Lesben- und Schwulenverband in Deutschland) werden Sie in der Berichterstattung über das Gesprächsforum der Katholischen Kirche vom „Evangelischen Pressedienst“ mit den Worten zitiert: „Der Münchner Kardinal Reinhard Marx sieht nach dem Gesprächsforum drei Schwerpunkte für Veränderungen in der Kirche: Es gehe um den Umgang mit gescheiterten und zerbrochenen Menschen, wozu er unter anderem Geschiedene und Homosexuelle zählte. (…)“

Die Liberalen Schwulen und Lesben fordern Sie auf, derart beleidigende, Menschen verachtende und diskriminierende Äußerungen zu unterlassen und sich für die geäußerten und verletzenden Worte bei Schwulen, Lesben und Geschiedenen umgehend zu entschuldigen.

Sie machen mit ihren unüberlegten und herabwürdigenden Worten jegliche Reformbemühungen, Toleranzbewegungen und Aufbrüche innerhalb der (Katholischen) Kirche und auch außerhalb Ihrer Glaubensgemeinschaft zunichte und greifen beispielsweise auch homosexuelle Priester an. So führen Sie das Gebot der (menschlichen) Nächstenliebe ad absurdum.

Falls Sie der Evangelische Pressedienst nicht richtig zitiert haben sollte, bitten wir um entsprechende Klarstellung.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Charlena Wirth – Liberale Schwule und Lesben (LiSL) Landesvorsitzende in Bayern
gez. Manfred Krönauer – Liberale Schwule und Lesben (LiSL) Bundespressesprecher

Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen in West-Ghana hier: Presseinformation „Jagd auf Schwule und Lesben im Westen Ghanas“ (www.ggg.at)

Aktuelle Meldungen zur „Jagd auf Lesben und Schwule im Westen Ghanas“ bestürzen den Bundesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL). Manfred Krönauer rief das Auswärtige Amt, vorne weg Herrn Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle auf, sich für die Einhaltung der Menschenrechte aktiv einzusetzen und auch auf diplomatischem Weg die Verfolgung und Diskriminierung homosexueller Menschen in Ghana zu beseitigen.

Krönauer, der auch dem LiSL-Bundesvorstand angehört, bat Bundesminister Dirk Niebel und den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung Markus Löning MdB, die Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungshilfen an die Einhaltung und Achtung der Menschenrechte wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist, zu koppeln.

Krönauer hofft auf eine baldige positive Entwicklung für Schwule und Lesben im Westen Ghanas, auch unter Hilfe der deutschen Bundesregierung.