Liberale Schwule und Lesben empört über Kauder

Der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) Manfred Donack ruft Kauder zum Umdenken auf und fordert das volle Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Die Forderung der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) nach einem Adoptionsrecht für Eingetragene Lebenspartner unterstützt Donack ausdrücklich.

Über die homophoben und realitätsfernen Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU im Deutschen Bundestag gegenüber der „Berliner Zeitung“ zeigt sich der LiSL-Bundesvorsitzende Manfred DONACK empört. Unter scharfer Zurechtweisung fordert Donack den Fraktionsvorsitzenden Kauder auf, seine Äußerungen unverzüglich zurück zu nehmen. „Wer sich derart abfällig und weit ab von jedem Realitätssinn über homosexuelle Paare äußert, ist noch nicht in der heutigen Zeit angekommen. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für solche diskriminierenden Ansichten.“ Die Zeit sei längst gekommen, um auch homosexuellen Paaren das volle Adoptionsrecht einzuräumen, fordert Donack.

In unserer liberalen Gesellschaft dürfe es keinen Unterschied mehr machen, ob Kinder von heterosexuellen oder homosexuellen Eltern aufgezogen werden. Einzig und allein müsse das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen.

Politiker wie Kauder sollten sich nicht immer zu allem und jedem Thema äußern, wenn sie davon keine Ahnung haben.

Kauders Absicht scheint klar zu sein: Wahltaktik, um konservative Wähler an die Union zu binden. Das Kindeswohl mit Wahltaktik auszuspielen sei schäbig und abstoßen, resümiert Donack.

LiSL Infobrief

Liebes LiSL Mitglied, lieber Interessent,

ich möchte Dich über die aktuelle Lage bei LiSL Deutschland informieren.

Der Bundesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben traf sich vom 26.11. bis 28.11.2010 in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach zur Klausur, um einige Themen und Aufgaben zu besprechen. Neben der inhaltlichen Gestaltung der Werbemittel (z.B. einer Image-Broschüre, Anstecker und Aufkleber) die auf Bundes- bzw. Landesparteitagen usw. eingesetzt werden sollen, widmete sich der Bundesvorstand der weiteren  Akquise von Mitgliedern und Einbindung  von Untergliederungen.

Nach Berlin & Baden-Württemberg konnten wir im Saarland am 25. November 2010 einen Landesverband gründen und begrüßen alle LiSL Saar Mitglieder! Weitere Gründungen sind durchaus geplant. Zum Jahresanfang wird es zur Gründung der Landesverbände Bayern und Hessen kommen; Nordrhein-Westfalen und Niedersachen werden bald folgen.

Wir haben derzeit über 70 Mitglieder und wollen natürlich noch größer werden. Wir würden uns freuen, wenn Du aktiv auf Kolleginnen und Kollegen zugehen würdest und Sie auch von der Mitgliedschaft bei den LiSL überzeugen könntest.

Unser fleißiges Team hat es geschafft ein Mitgliederforum einzurichten, dass Du ab sofort auf unserer Seite www.lisl-deutschland.de nutzen kannst. Nach eine kurzen Registrierung für den Mitgliederbereich, kannst Du Dich in den internen Bereich einloggen. In diesem haben wir einen geschützten Bereich geschaffen, in dem Du Dich mit anderen Mitgliedern zur vielfältigen Themen oder Terminabsprachen „treffen“ kannst.

Bei Fragen zur Registrierung und zur Funktionalität des Forums wende Dich bitte an Armin (grabs (at) isl-deutschland.de).

Ich möchte mich auf diesem Wege speziell bei meinen Vorstandskollegen Armin & Manfred sowie unserem Bundesgeschäftsführer Daniel für ihre hervorragende Arbeit und ihr Engagement bedanken.

Ich wünsche Dir eine wundervolle Vorweihnachtszeit, geruhsame Festtage sowie einen phantastischen Rutsch ins Neue Jahr!

Du kannst Dich bei Fragen oder Anregungen gerne an mich wenden.

Herzliche Grüße,

Manfred

Der Bundesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) ruft anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember zu mehr Engagement, Aufklärung und Finanzmittel im Kampf gegen HIV und Aids in Deutschland und weltweit auf.

Grafik: Gary van der Merwe

Grafik: Gary van der Merwe

Mehr Engagement am Welt-Aids-Tag

Der seit 1988 stattfindende Welt-Aids-Tag steht 2010 unter dem Motto „Gemeinsam gegen AIDS. Wir übernehmen Verantwortung – für uns selbst und andere“. In Deutschland infizieren sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jährlich ca. 3.000 Menschen. Der Bundesvorsitzende Manfred Donack erkennt einen unachtsameren Umgang in der Homo-Szene gerade unter jungen Homosexuellen und mahnt zu einem sensibleren Umgang mit der ansteckenden Krankheit. „Aids ist nach wie vor nicht heilbar. Jedes unverantwortliche Handeln kann das eigene Leben, aber auch Existenzen anderer zerstören.“.

Mehr Aufklärung gerade bei jungen Menschen

Der Bundespressesprecher Manfred Krönauer fordert die christlich-liberale Bundesregierung auf, den Kampf gegen Aids weltweit wieder stärker zu unterstützen und insbesondere höhere Finanzmittel für Aufklärungsarbeit bereit zu stellen. „Kürzungen der staatlichen Mittel für Aufklärungskampagnen wie sie unter der Großen Koalition  stattgefunden haben, waren falsch. Aufklärung gerade bei den jungen Leuten muss intensiviert werden, um so das Verständnis und Bewusstsein im Umgang mit den Gefahren zu schaffen.“ Auch der Stellvertretende Bundesvorsitzende Armin W. Grabs sieht Prävention und Aufklärung als wichtigsten Baustein im Kampf gegen Aids. Er begrüßt die Initiative der Bundesregierung unter Federführung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Magnus-Hirschfeld-Stiftung endlich ins Leben zu rufen. Die Stiftung soll durch interdisziplinäre Forschung und Bildung der Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen entgegenwirken. „Ein enormer Nachholbedarf besteht auch noch in den weiterführenden Schulen. HIV und AIDS müssen in die Lehrpläne. Unter dem Motto: <Positiv zusammen leben – aber sicher> hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine neue Kampagne gestartet. Betroffene Menschen stehen dabei im Mittelpunkt und geben in Videobeiträge und auf Plakaten sehr persönliche Einblicke in ihr Leben.“ Donack erklärt weiter: „Sie werben damit für gesellschaftliche Akzeptanz und solidarisches Verhalten. Wir möchten alle Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen ermutigen, in ihren Klassen neben dem Austausch über Risikoverhalten und notwendigen Schutz auch den Blick auf die Betroffenen zu richten, die immer wieder mit Ausgrenzung zu kämpfen haben.“

Mehr Finanzmittel im Kampf gegen Aids

Im internationalen Vergleich ist Afrika weiterhin am stärksten von Aids betroffen. Von den geschätzt 33,3 Millionen Infizierten sollen allein in den südlichen afrikanischen Ländern ca. 22,5 Millionen leben. 2009 starben etwa 1,3 Millionen Menschen in Afrika an den Folgen von Aids, das sind etwa 72 Prozent aller Aids-Toten weltweit.

Wir Liberale sind vor dem Hintergrund unserer humanistischen Weltanschauung aufgerufen, die internationalen Anstrengungen gerade in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika auszudehnen und den Zugang zu wirksamen Medikamenten zu ermöglichen und mehr finanzielle Mittel für eine dauerhafte Therapie zur Verfügung stellen.

Infotag im Bayerischen Landtag

Auf Initiative der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag kommen am morgigen Welt-Aids-Tag alle Landtagsfraktionen und zahlreiche Vertreter der Community zu einer Informationsveranstaltung im Maximilianeum zusammen. Der Landtagsabgeordnete Dr. med. Otto Bertermann steht neben seinen Kollegen den Gästen Rede und Antwort.

Liberale verkaufen Aids-Teddybären in München

Am 3. Dezember unterstützen die Liberalen wieder die Münchner Aidshilfe beim Verkauf der Aids-Teddybären in der Sendlinger Straße; auch der FDP-Fraktionsvorsitzende im Münchner Stadtrat Dr. Michael Mattar wird am Freitagnachmittag am Infostand tatkräftig mithelfen, um das außerordentlich gute Verkaufsergebnis des Vorjahres noch einmal toppen.

LiSL Berlin unterstützen Trauerzug der Berliner Aids-Hilfe

Die Liberalen Schwulen und Lesben Berlin werden am 30.11. am Trauerzug der Berliner Aids-Hilfe e.V. von der Meineckestraße hin zum Wittenbergplatz teilnehmen und auch das Lichtermeer des Regenbogenfonds e.V. unterstützen.

Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Der Bundesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben gratuliert den beiden liberalen Politikern, der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger MdB und Michael Kauch MdB, die der Deutsche Bundestag heute in das Kuratorium der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gewählt hat.

Wir wünschen dem gesamten Kuratorium weise und gute Beschlüsse und eine erfolgreiche Arbeit in Bildung und Forschung von Diskriminierung Homosexueller.