Papst Benedikt XVI. völlig realitätsfern

Der katholische Oberhirte tut so als würde es Homosexuelle unter Katholiken erst seit seinem Amtsantritt geben.“, beklagt der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben Manfred DONACK.

Berlin. Wenn das Oberhaupt der Katholischen Kirche wie beim Neujahrsempfang vor dem Diplomatischen Corp über die Homo-Ehe vor Diplomaten von einer Bedrohung für die menschliche Würde und sogar für die Zukunft der Menschheit spreche, zeuge das einmal mehr von völliger Realitätsferne dieses Papstes und der Religionsgemeinschaft an sich, beklagt Manfred DONACK.
„Wir empfehlen Papst Benedikt XVI. mit geöffneten Augen durch die Schar seiner Glaubensvertreter zu gehen, dann wird er einen hohen Anteil Homo- und Bisexueller kennenlernen, mit denen er sich über die Themen wie Homo-Ehe, Abschaffung des Zölibat, Adoptionsrecht für Eingetragene Lebenspartnerschaften, Abtreibung etc. austauschen kann, aber diesen Schritt trauen wir ihm leider nicht zu.“, zeigt sich Manfred DONACK enttäuscht.
Die Liberalen Schwulen und Lesben werden deshalb weiter für eine freie und aufgeklärte Gesellschaft streiten und für die Öffnung der Ehe und damit für das uneingeschränkte Adoptionsrecht von Eingetragenen Lebenspartnerschaften und die Angleichungen in anderen Rechtsbereichen wie etwa dem Steuerrecht kämpfen.

Die Familie gründe eben nicht auf der Ehe zwischen Mann und Frau und sie sei auch nicht eine fundamentale Grundlage der gesamten Gesellschaft, wie dies Joseph Ratzinger einmal sah, erklärte der LiSL-Bundesvorsitzende Manfred DONACK. „Wir Liberale haben ein völlig anderes Familienbild: Familie ist für uns nicht nur überall dort, wo Erwachsene dauerhaft Verantwortung für Kinder übernehmen, sondern auch dort, wo Erwachsene dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen.“, erläutert Manfred DONACK „und das wäre sicherlich auch für einen Christen im Hinblick auf das Gebot der Nächstenliebe hoffentlich nachvollziehbar“, hofft Manfred DONACK.