Kauch: SPD und Ehe-Öffnung – wer soll Schulz diesmal glauben?

Der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben, Michael Kauch, hat die Inszenierung der SPD in Sachen Ehe-Öffnung kritisiert: „Schon 2013 war die SPD ganz großspurig aufgetreten. Es werde keinen Koalitionsvertrag ohne Ehe-Öffnung geben. Das Resultat ist bekannt. Jetzt das Gleiche nochmal. Frei nach dem Motto: beim nächsten Mal wird alles besser?“

Es sei alles eine Frage der Prioritäten, so Michael Kauch: „Die SPD hätte 2013 die Chance gehabt, das Thema in den Koalitionsvertrag zu bringen. Doch der SPD waren Mindestlohn, Mietpreisbremse und Rente mit 63 wichtiger als die Rechte von Lesben und Schwulen.“

Seit Wochen habe die SPD den Lesben und Schwulen erneut Hoffnungen gemacht. Vertretern von Verbänden wurde erzählt, man würde notfalls auch ohne Union einen Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen. „Doch die Wahrheit ist: alles ein Wahlkampf-Manöver von Martin Schulz. Aber eins, das nach hinten losgehen wird. Denn wer soll ihm denn diesmal glauben?“, fragt Kauch.