LiSL-Programm zur Bundestagswahl verabschiedet / Nachwahlen zum Bundesvorstand

v.l.n.r.: Michael Kauch, Andre Lehmann, Sabine Bauckhage, Jens Brandenburg MdB (Nina Winands konnte nicht vor Ort sein)

Bei der gestrigen Bundesmitgliederversammlung in Berlin haben die Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) ihr Programm für die Bundestagswahl 2021 verabschiedet und zugleich drei Positionen für den Bundesvorstand nachgewählt.

Neuer stellvertretender Bundesvorsitzender ist 28-jährige Andre Lehmann. Der gebürtige Bayer und Noch-Berliner war stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen und tritt in Kürze eine neue berufliche Aufgabe in Brüssel an. Er wird die Kampagnen von LiSL betreuen.

Neu im Bundesvorstand sind Nina Winands. Die 24-jährige Neu-Berlinerin ist Studentin und war zuvor u.a. als AStA-Referentin in Mainz engagiert. Ebenfalls in den Bundesvorstand gewählt wurde Sabine Bauckhage. Die 53-jährige IT-Projektmanagerin kommt aus Bielefeld und war bis September die LiSL-Landesvorsitzende in NRW. LiSL-Bundesvorsitzender Michael Kauch gratulierte den Gewählten und freute sich insbesondere, dass der Vorstand jünger und weiblicher wird.


Inhaltlich stand die Beratung des Programms zur Bundestagswahl im Mittelpunkt, das von Jens Brandenburg MdB eingebracht wurde. Im Beschluss fordert LiSL u.a. einen besseren Rechtsrahmen für alle Formen von Regenbogenfamilien (inklusive rechtlicher Mehrelternschaft), die Zulassung von Leihmutterschaft und Eizellenspende, das Ende der Trans*-Diskriminierung im Recht, die Ergänzung von Artikel 3 GG, die Förderung von Diversity Management am Arbeitsplatz, einen Nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit, Maßnahmen gegen Hasskriminalität und eine Stärkung der internationalen Menschenrechtspolitik für LSBTI.


Diese Punkte werden die Liberalen Schwulen und Lesben nun in die Programmkommission der FDP einbringen, die in den nächsten Monaten den Entwurf des Wahlprogramms der Freien Demokraten erarbeitet. „Wir sind zuversichtlich, dass sich sehr viele unserer Forderungen im FDP-Wahlprogramm wiederfinden werden“, so LiSL-Bundesvorsitzender Michael Kauch.

Neuer Landesvorstand von Liberale Schwule und Lesben Nordrhein-Westfalen.

Unser Bundesvorsitzender Michael Kauch dankte der bisherigen Vorsitzenden Sabine Bine Bauckhage für erfolgreiche zwei Jahre und gratulierte den neuen Team:

Landesvorsitzender Julian Kull (Köln)

Stellv. Vorsitzende: Sabine Bauckhage (Bielefeld), Patrick Guidato (Bochum)

Beisitzer/innen: Torsten Fried (Köln), Volker Borchers (Dortmund), Sascha Priebe (Gütersloh), Tabea Gandelheidt (Köln)

LiSL Nord wählt neuen Vorstand

Am vergangenen Freitag, den 31.07.2020 haben sich die Mitglieder der Liberalen Schwulen und Lesben Landesverband Nord (LiSL Nord) zu ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung in Hamburg zusammengefunden. 

Neben dem thematischen Bezug der LGBTIQ-Arbeit auf internationaler Ebene der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit waren neben zahlreichen Gästen aus Liberalen Vereinigungen auch der Bundestagsabgeordnete Matthias Nölke
anwesend und bereicherten den Abend mit Beiträgen aus ihrem Tätigkeitsbereich. 

Besonderen Dank erhielt der ehemalige Bürgerschaftsabgeordnete Jens P. Meyer(FDP) für die gute Zusammenarbeit in den vergangen 5 Jahren. Dieser Dank galt auch seinem Team, das stets einen engen Kontakt zu LiSL Nord pflegte und viele gemeinsame Veranstaltungen organisierte. 

Turnusgemäß wurde im Verlaufe des Abends auch ein neuer Landesvorstand für die Zeit von zwei Jahren gewählt. Der neue Landesvorsitzende ist Stephan Billep-Türke. Camilla Joyce Thiele wurde in ihrem Amt als stellvertretende Landesvorsitzende bestätigt und ist zusammen mit dem Landesvorsitzenden seit Gründung des Landesverbandes im geschäftsführenden Vorstand tätig. Stéphanie Michélle Hochsprung und Jimmy Blum sind als stellvertretende Landesvorsitzende neu gewählt worden.
Weiterhin in ihren Ämtern bestätigt wurden der Landesschatzmeister Frank Haacker sowie die Beisitzer Gerd Barthold und Jörg Köntopp.
Finanzprüfer wurden Martin Scharlach und Christof Rieckmann. 

Zum Abschluss blickten alle zufrieden auf die vergangenen 6 Jahre und freuten sich über die Video-Grußworte von Katja Suding MdB ,René Domke und Minister Heiner Garg.

In seinem Schlusswort dankte der Landesvorsitzende allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre geleistete Arbeit. Besonderer Dank gilt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Jörg Welling und Marcel Zahn. Beide gehörten ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbandes und waren seitdem im Vorstand tätig.

LiSL feiert 10-jähriges Jubiläum

Zum 10-jährigen Jubiläum der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) erklärt deren Bundesvorsitzender, MICHAEL KAUCH:


Heute hat LiSL Jubiläum. Vor zehn Jahren begann bei einer jungliberalen Veranstaltung in Gummersbach eine Erfolgsgeschichte: kontinuierliches Mitgliederwachstum, programmatischer Einfluss auf die FDP, starke CSD-Kampagnen. 

Seit 2016 sind wir als Vorfeldorganisation der FDP in der Satzung anerkannt, seit 2017 im Bundesvorstand der Freien Demokraten vertreten. 2018 gründeten wir unseren europäischen Dachverband LGBTI Liberals of Europe. Ebenfalls seit 2018 sind die Liberalen Schwulen und Lesben in den Bundesfachausschüssen der FDP vertreten, um die LSBTI-Sicht in alle Politikfelder einzubringen.

Das haben wir geschafft: von der Ehe für alle über Diversity-Management und den Einsatz für LSBTI-Menschenrechte in der Welt bis hin zu einem besseren Rechtsrahmen für Regenbogenfamilien – all das sind Themen, die wir in der FDP zum Programm machen konnten und die die Freien Demokraten jetzt aktiv im Bundestag, den Landtagen und im Europaparlament vertreten.

Unsere Jubiläumsfeier haben wir coronabedingt verschoben und holen sie am 2. Oktober in Berlin nach. Ein Dank gilt bereits jetzt dem Gründungsteam von 2010 rund um unseren ersten Vorsitzenden Manfred Donack – und allen ehrenamtlich Aktiven, die den Verband seitdem stark gemacht haben

Online-Petition für Blutspenden von Schwulen, Bisexuellen und Trans* / Gerade in Zeiten von Corona

Blutspenden sind gerade in Zeiten von Corona knapp. Dazu erklärt der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL), MICHAEL KAUCH:

Noch immer werden schwule und bisexuelle Männer sowie Trans* von der Blutspende faktisch ausgeschlossen. Von ihnen wir ein Jahr Sex-Abstinenz erwartet. Das ist nicht nur lebensfremd und diskriminierend, sondern auch dumm. 

Ob hetero oder schwul, für die Sicherheit der Blutspende kommt es auf das sexuelle Risikoverhalten an: nicht ob man Sex hat, sondern wie. Im übrigen liegt das diagnostische Fenster zur Vermeidung falsch-negativer Tests auf HIV bei 6-12 Wochen und nicht bei einem Jahr. 

Gerade in Zeiten von Corona und auch in jedem Sommer zeigt sich der Mangel an Blutspenden. Es ist Zeit, nicht länger Spendenwillige faktisch auszuschließen. Wir brauchen neues Denken bei der Blutspende. FDP und Grüne fordern das im Bundestag. Wir rufen dazu auf, dies zu unterstützen und sich der laufenden Online-Petition anzuschließen: http://chng.it/5jznbbYBwh

Alle Informationen inklusive Link auf der Seite der Jungen Liberalen: 
www.blut-ist-nicht-schwul.de