Der Bundesvorstand der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) ruft anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember zu mehr Engagement, Aufklärung und Finanzmittel im Kampf gegen HIV und Aids in Deutschland und weltweit auf.

Grafik: Gary van der Merwe

Grafik: Gary van der Merwe

Mehr Engagement am Welt-Aids-Tag

Der seit 1988 stattfindende Welt-Aids-Tag steht 2010 unter dem Motto „Gemeinsam gegen AIDS. Wir übernehmen Verantwortung – für uns selbst und andere“. In Deutschland infizieren sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jährlich ca. 3.000 Menschen. Der Bundesvorsitzende Manfred Donack erkennt einen unachtsameren Umgang in der Homo-Szene gerade unter jungen Homosexuellen und mahnt zu einem sensibleren Umgang mit der ansteckenden Krankheit. „Aids ist nach wie vor nicht heilbar. Jedes unverantwortliche Handeln kann das eigene Leben, aber auch Existenzen anderer zerstören.“.

Mehr Aufklärung gerade bei jungen Menschen

Der Bundespressesprecher Manfred Krönauer fordert die christlich-liberale Bundesregierung auf, den Kampf gegen Aids weltweit wieder stärker zu unterstützen und insbesondere höhere Finanzmittel für Aufklärungsarbeit bereit zu stellen. „Kürzungen der staatlichen Mittel für Aufklärungskampagnen wie sie unter der Großen Koalition  stattgefunden haben, waren falsch. Aufklärung gerade bei den jungen Leuten muss intensiviert werden, um so das Verständnis und Bewusstsein im Umgang mit den Gefahren zu schaffen.“ Auch der Stellvertretende Bundesvorsitzende Armin W. Grabs sieht Prävention und Aufklärung als wichtigsten Baustein im Kampf gegen Aids. Er begrüßt die Initiative der Bundesregierung unter Federführung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Magnus-Hirschfeld-Stiftung endlich ins Leben zu rufen. Die Stiftung soll durch interdisziplinäre Forschung und Bildung der Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen entgegenwirken. „Ein enormer Nachholbedarf besteht auch noch in den weiterführenden Schulen. HIV und AIDS müssen in die Lehrpläne. Unter dem Motto: <Positiv zusammen leben – aber sicher> hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine neue Kampagne gestartet. Betroffene Menschen stehen dabei im Mittelpunkt und geben in Videobeiträge und auf Plakaten sehr persönliche Einblicke in ihr Leben.“ Donack erklärt weiter: „Sie werben damit für gesellschaftliche Akzeptanz und solidarisches Verhalten. Wir möchten alle Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen ermutigen, in ihren Klassen neben dem Austausch über Risikoverhalten und notwendigen Schutz auch den Blick auf die Betroffenen zu richten, die immer wieder mit Ausgrenzung zu kämpfen haben.“

Mehr Finanzmittel im Kampf gegen Aids

Im internationalen Vergleich ist Afrika weiterhin am stärksten von Aids betroffen. Von den geschätzt 33,3 Millionen Infizierten sollen allein in den südlichen afrikanischen Ländern ca. 22,5 Millionen leben. 2009 starben etwa 1,3 Millionen Menschen in Afrika an den Folgen von Aids, das sind etwa 72 Prozent aller Aids-Toten weltweit.

Wir Liberale sind vor dem Hintergrund unserer humanistischen Weltanschauung aufgerufen, die internationalen Anstrengungen gerade in der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika auszudehnen und den Zugang zu wirksamen Medikamenten zu ermöglichen und mehr finanzielle Mittel für eine dauerhafte Therapie zur Verfügung stellen.

Infotag im Bayerischen Landtag

Auf Initiative der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag kommen am morgigen Welt-Aids-Tag alle Landtagsfraktionen und zahlreiche Vertreter der Community zu einer Informationsveranstaltung im Maximilianeum zusammen. Der Landtagsabgeordnete Dr. med. Otto Bertermann steht neben seinen Kollegen den Gästen Rede und Antwort.

Liberale verkaufen Aids-Teddybären in München

Am 3. Dezember unterstützen die Liberalen wieder die Münchner Aidshilfe beim Verkauf der Aids-Teddybären in der Sendlinger Straße; auch der FDP-Fraktionsvorsitzende im Münchner Stadtrat Dr. Michael Mattar wird am Freitagnachmittag am Infostand tatkräftig mithelfen, um das außerordentlich gute Verkaufsergebnis des Vorjahres noch einmal toppen.

LiSL Berlin unterstützen Trauerzug der Berliner Aids-Hilfe

Die Liberalen Schwulen und Lesben Berlin werden am 30.11. am Trauerzug der Berliner Aids-Hilfe e.V. von der Meineckestraße hin zum Wittenbergplatz teilnehmen und auch das Lichtermeer des Regenbogenfonds e.V. unterstützen.