Liberale Schwule und Lesben fordern Adoptionsrecht endlich umzusetzen und die Gelegenheit mit der Bundesratsinitiative zur künstlichen Befruchtung am Schopf zu packen

Berlin. Liberale Schwule und Lesben (LiSL) begrüßen den Gedanken hinter der Forderung, der Wunsch, Kinder zu bekommen, dürfe nicht am Geld scheitern (BR-Drucksache 478/11 Beschluss). Der LiSL-Bundesvorsitzende Manfred DONACK geht einen Schritt weiter und mahnt eine lang existierende, liberale Forderung an: „Der Wunsch, Kinder zu bekommen, darf auch nicht an der sexuellen Orientierung scheitern.“ Er fordert daher die Bundestagsabgeordneten von CDU/CSU und FDP auf, der Bundesratsinitiative wohlwollend gegenüber zu stehen und außerdem das gemeinschaftliche Adoptionsrecht für Schwule und Lesben gleich noch in das Gesetzesvorhaben mit aufzunehmen.

Manfred DONACK unterstützt dabei ausdrücklich die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Ulrike Flach (FDP), die sich für eine weitreichendere Liberalisierung in der Fortpflanzungsmedizin stark macht.

Die LiSL-Landesvorsitzende aus Bayern Charlena WIRTH ergänzt: „Deutschland braucht ein neues Fortpflanzungsmedizingesetz: Die Eizellspende muss künftig erlaubt werden, das Embryonenschutzgesetz verbietet dies aktuell. Auch die Leihmütterschaften müssen künftig in Deutschland möglich sein. Das wäre gerade für lesbische Paare ein großer Schritt hin zu mehr Normalität und ein wichtiger Beitrag gegen Diskriminierung.“. Wenn das größte Glück im Leben vieler Menschen Kinder sind, dann dürfte dieses Lebensglück Schwulen und Lesben nicht vorenthalten werden, gibt Manfred DONACK zu bedenken. Er wird sich kurzfristig mit der liberalen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) und dem liberalen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) in Verbindung setzen und die Forderung der Liberalen Schwulen und Lesben übermitteln.