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Artikel 3 - Grundgesetz sturmfest machen

Artikel 3 - Grundgesetz sturmfest machen

75 Jahre Grundgesetz, das ist in der Tat ein Grund zu feiern. "Die Grundrechte unserer Verfassung sind gerade für Minderheiten die Grundlage für ein freies Leben. Gerade in den letzten 20 Jahren hat die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts die Bürgerrechte von Lesben, Schwulen, Trans*, Bi- und Intersexuellen massiv vorangebracht", so Michael Kauch, Bundesvorsitzender von LiSL, der liberalen LSBTIQ-Organisation. "Damit das auch in stürmischen Zeiten so bleibt, brauchen wir eine Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes um die sexuelle Identität."   Andre Lehmann, stellvertretender LiSL-Bundesvorsitzender, spricht für die FDP-nahe Organisation heute auf der Kundgebung für eine Ergänzung von Artikel 3. Er hebt hervor, dass dies keine Kosmetik sei: "Denn auf der Grundlage des gleichen Grundgesetzes hatte das Verfassungsgericht in den 50er Jahren noch die Strafbarkeit von Homosexualität für grundgesetzkonform erachtet. Das jetzige Verständnis des Artikels 3 muss in den Wortlaut der Verfassung."   Lehmann kritisierte in diesem Zusammenhang die CDU/CSU: "Die Blockade der Union gegenüber der Grundgesetz-Änderung muss endlich ein Ende haben."

LiSL übernimmt Patenschaft für iranische LSBTI-Aktivistin Elham Choubdar

LiSL übernimmt Patenschaft für iranische LSBTI-Aktivistin Elham Choubdar

"Verfolgte iranische LSBTI-Aktivistinnen und Aktivisten brauchen unsere Unterstützung", so Sabine Bauckhage, stellvertretende Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL). LiSL kooperiert deshalb mit dem HÁWAR.help-Patenschaftsprogramm, das unter anderen von der Aktivistin Mariam Claren ins Leben gerufen wurde.    Konkret übernimmt LiSL eine Patenschaft für die mutige Aktivistin Elham Choubdar. Sie ist inzwischen das zweite Mal vom Regime der Islamischen Republik Iran verhaftet worden.  "Wir wollen daran mitwirken, dass sie und ihre Mitstreiter:innen angesichts der zahlreichen Krisen in der Welt nicht in Vergessenheit geraten", ergänzt Michael Kauch, Bundesvorsitzender von LiSL und außenpolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament.   HÁWAR.help hat ein beeindruckendes Patenschaftsprogramm, das bereits über 450 politische Patenschaften umfasst und sich für die Unterstützung von politischen Aktivist:innen im Iran einsetzt. Mariam Claren, eine der Initiatorinnen dieses Programms, hat mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Leidenschaft eine Plattform geschaffen, die es ermöglicht, die Stimmen der Unterdrückten zu stärken und auf Menschenrechtsverletzungen im Iran aufmerksam zu machen.   Die Situation der LSBTI-Rechte in der Islamischen Republik Iran ist besorgniserregend. Schwule, lesbische und bisexuelle Menschen werden dort diskriminiert, verfolgt und mit schweren und grausamen Strafen belegt - bis hin zur Todesstrafe. Trans*-Personen sind ebenfalls von Diskriminierung und Gewalt betroffen.    Sabine Bauckhage: "Es ist wichtig, international auf diese Missstände aufmerksam zu machen und sich für den Schutz der Rechte von queeren Menschen in der Islamischen Republik Iran einzusetzen. Durch die Beteiligung am HÁWAR.help -Patenschaftsprogramm und unsere Unterstützung für Elham Choubdar möchten wir nicht nur Solidarität zeigen, sondern auch aktiv unterstützen und gemeinsam für die Würde aller Menschen streiten. Ich danke Mariam Claren für ihre wegweisende Initiative!"   Hintergrundinformation:    Elham Choubdar ist aktuell in Haft. NGOs, Beobachter und Aktivisten bezeichnen Elham als gewaltlose politische Gefangene, die aufgrund ihrer sexuellen Identität kriminalisiert wird. Sie war zunächst zum Tode verurteilt und aufgrund des internationalen Drucks wurde die Todesstrafe in eine dreijährige Haftstrafe umgewandelt.   Gefangenen-Profil: https://ipa.united4iran.org/en/prisoner/7282/

Liberale setzen Ghana-Debatte im Europaparlament durch

Liberale setzen Ghana-Debatte im Europaparlament durch

Am Mittwoch debattiert das Europäische Parlament über das Anti-LGBT-Gesetz in Ghana. Das beschloss das Parlament heute auf Antrag der liberalen Renew Europe Fraktion. Initiatoren waren die Europaabgeordneten Michael Kauch (FDP) und Pierre Karleskind (Renaissance/Frankreich).   Michael Kauch, der auch LiSL-Bundesvorsitzender ist, begründete im Plenum die Forderung nach einer Debatte mit dem Schweigen der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten. Kauch: "Hier geht es nicht nur um schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen gegenüber LSBTIQ, sondern auch um die Sicherung von Meinungsfreiheit und um grundlegende Fragen von Demokratie. Wenn schon das positive Sprechen über sexuelle Vielfalt mit langen Gefängnisstrafen unterdrückt wird, muss Europa darauf reagieren."  Kauch zeigte sich erfreut, dass die beantragte Debatte nun noch in der allerletzten Sitzungswoche in Straßburg stattfindet. Kauch: "Die Kommission und der Rat als Vertreter der Mitgliedstaaten müssen jetzt Farbe bekennen: Nimmt Europa die verschärfte Unterdrückung von Minderheiten in Teilen Afrikas hin oder gibt es eine wertebasierte Antwort der EU auf diese geplanten Menschenrechtsverletzungen?"

Eizellspende und altruistische Leihmutterschaft müssen jetzt kommen!

Eizellspende und altruistische Leihmutterschaft müssen jetzt kommen!

Zur gestrigen Vorlage des Berichts der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin erklärt der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL), der Europaabgeordnete Michael Kauch:   "Die Kommission aus der Wissenschaft hat dargelegt, dass die Zulassung der Eizellspende und der altruistischen Leihmutterschaft verfassungsrechtlich und ethisch möglich ist. Auch bei der Leihmutterschaft wurde dies von der überwiegend weiblich besetzten Kommission ausdrücklich bejaht. Die Kommission hat dabei wertvolle Hinweise gegeben, welcher Rechtsrahmen im Fall der Zulassung empfohlen würde.    Das zeigt: es gibt keine Ausrede der Politik mehr, nicht zu entscheiden. Besonders gleichgeschlechtliche Paare sind oft auf Reproduktionsmedizin angewiesen. Auch sie haben reproduktive Rechte. Wenn die Fortschrittskoalition ihren Grundgedanken ernst nimmt, muss es noch in dieser Wahlperiode einen Fortschritt bei der Zulassung von Eizellspende und altruistische Leihmutterschaft geben.    Der Trend in Europa geht klar in diese Richtung. Deutschland sollte nicht eines der Schlusslichter in der EU sein. Wenn Deutschland nicht handelt, stimmen die Menschen mit den Füßen ab. Dann verpasst unser Land die Chance, gute Rahmenbedingungen für Leihmütter und Eizellspenderinnen mitzugestalten."

30 Jahre Abschaffung des §175 StGB ist Verpflichtung für die Zukunft

30 Jahre Abschaffung des §175 StGB ist Verpflichtung für die Zukunft

Heute jährt sich die Abschaffung des Anti-Schwulen-Paragrafen § 175 StGB zum 30. Mal. Ein großer Dank geht an die damalige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) für ihre federführende Rolle bei der Reform. Bereits seit 1969 waren in der Bundesrepublik homosexuelle Handlungen unter erwachsenen Männern straffrei, das Jugendschutz-Alter differierte aber bis 1994 erheblich. Die vollständige Abschaffung des Strafparagrafen öffnete den Weg für die weiteren Schritte bis hin zur Öffnung der Ehe.    "Die Freiheit, die schwule und bisexuelle Männer seit Abschaffung des Schandparagrafen erreicht haben, ist Verpflichtung für die Zukunft. Es ist unsere Aufgabe als LSBTI-Community in Deutschland und Europa, uns global für die Menschenrechte verfolgter Schwuler, Lesben, Bi- und Transsexuellen einzusetzen. Die Verfolgung nimmt gerade in weiten Teilen Afrikas und der arabischen Welt, im Iran, Afghanistan und Russland weiter zu. Deutschland und die EU müssen konsequenter als heute LSBTI-Menschenrechte zum Gegenstand der Außen- und Entwicklungspolitik machen. Das muss die Community klar einfordern", erklärt Michael Kauch, Bundesvorsitzender der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL) und Mitglied des Europäischen Parlaments.

Anti-LGBT-Gesetz in Ghana darf nicht folgenlos bleiben

Anti-LGBT-Gesetz in Ghana darf nicht folgenlos bleiben

Gestern hat das ghanaische Parlament das lange diskutierte Anti-LGBT-Gesetz verabschiedet, das nicht nur höhere Strafen für homosexuelle Handlungen vorsieht, sondern jede öffentliche Unterstützung von LSBTI* unter Strafe stellt. Dazu erklärt der FDP-Europaabgeordnete und Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL), Michael Kauch MdEP:   "Das beschlossene Gesetz ist nicht nur ein Schlag gegen die Menschenrechte von LSBTI*, es ist auch ein Angriff auf die Meinungsfreiheit und damit ein Rückschlag für die ghanaische Demokratie. Ich hätte nicht gedacht, dass 30 Jahre nach der Militärdiktatur in Ghana die freie Meinungsäußerung wieder unter Strafe gestellt wird.   Das Gesetz kann noch vom ghanaischen Präsidenten gestoppt werden. Ich bitte Präsident Nana Akufo-Addo dringend, die Auswirkungen auf die Demokratie allgemein im Blick zu haben. Hier geht es um Grundrechte von LSBTI*, aber auch um den demokratischen Rechtstaat, für den der Wettbewerb politischer Argumente eine Voraussetzung ist. Argumente für die Gleichstellung von LSBTI* dürfen nicht mit Strafandrohung unterdrückt werden.   Die Bundesregierung ist gefordert, auf diplomatischem Weg darauf hinzuwirken, dass das Gesetz noch gestoppt wird. Sollte dies nicht gelingen und das Gesetz in Kraft treten, so darf das nicht folgenlos bleiben. Dann müsste man nach Anhörung der Nichtregierungsorganisationen die Entwicklungszusammenarbeit mit Ghana in Form und Höhe überdenken."   In der Debatte des Europaparlaments zur Menschenrechtspolitik hatte sich Michael Kauch in dieser Woche - noch vor Verabschiedung des Gesetzes in Ghana - wie folgt geäußert:   "LGBT rights are under increasing pressure in large parts of Africa, the Arab world, Iran and Russia. They are facing imprisonment, suppression of free speech and even the death penalty. What is the answer of the European Parliament in this human rights report? We are concerned, we deplore, we call for improvement. But we do not call for consequences.   The “more for more” principle in our Common Foreign Policy should fully apply to LGBT rights. We should intensify our relations with countries that share our values. And we should reconsider our development cooperation with countries that increase criminalization of LGBT."

Freie Demokraten mit klaren queerpolitischen Festlegungen im Europawahlprogramm

Freie Demokraten mit klaren queerpolitischen Festlegungen im Europawahlprogramm

Am vergangenen Sonntag haben die Freien Demokraten ihr Wahlprogramm zur Europawahl verabschiedet. "Die FDP geht mit klaren queerpolitischen Festlegungen in den Europawahlkampf. Das betrifft die Antidiskriminierungspolitik, die Familienpolitik und die globalen Menschenrechte gleichermaßen", erklärt der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer, Michael Kauch MdEP.   In der Antidiskrimierungspolitik hat sich der Parteitag mit Mehrheit dafür entschieden, dass alle EU-Gesetze, die Rassismus umfassen, auch auf Homophobie und andere Diskriminierungen ausgeweitet werden müssen. CSDs müssten überall in der EU ungehindert und sicher stattfinden können. Einschränkungen, über das Leben von LSBTIQ sachlich aufzuklären, dürfe es nirgends in der EU geben. Weder für Mitgliedstaaten noch für Beitrittskandidaten dürfe es einen Rabatt bei der Achtung der Bürgerrechte von LSBTIQ geben. Mittel der EU an die betroffenen Länder seien bei Verstößen einzufrieren. "Ein klares Signal an Ungarn, aber auch den Beitrittskandidaten Serbien", so Kauch.   In der Familienpolitik fordert die FDP, dass alle Mitgliedstaaten die in der EU geschlossenen gleichgeschlechtlichen Ehen mit vollen Rechten und Pflichten anerkennen müssen. Das gelte auch für festgestellte Elternschaften. Reproduktive Rechte wie Eizellspende und altruistische Leihmutterschaft müssten, wenn sie in einem EU-Mitgliedstaat rechtmäßig in Anspruch genommen wurden, in anderen EU-Staaten geachtet werden. Kauch: "Insbesondere die rechtspopulistische italienische Regierung greift Regenbogenfamilien an. Sie stellt Verwandtschaftsverhältnisse bei gleichgeschlechtlichen Eltern in Frage und bestraft Italiener, wenn sie rechtmäßige Leihmutterschaften im Ausland in Anspruch nehmen."   Angesichts der sich verschlimmernden Lage von Schwulen, Lesben und Trans*personen in Teilen Afrikas hat sich der FDP-Parteitag auch für Sanktionen bei der Entwicklungszusammenarbeit ausgesprochen. In diesen Fällen müsse der Dialog mit den NGOs vor Ort gesucht, ggf. die Budgethilfe gestoppt und die Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen beendet werden.

Regenbogenfamilien: LiSL begrüßt Eckpunkte zum Abstammungsrecht

Regenbogenfamilien: LiSL begrüßt Eckpunkte zum Abstammungsrecht

Der Bundesminister der Justiz, Marco Buschmann MdB, hat heute die Eckpunkte für ein neues Abstammungsrecht vorgelegt. Dazu erklärt der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL), Michael Kauch MdEP:   "Der queerpolitische Aufbruch geht weiter. Regenbogenfamilien bekommen einen rechtlichen Rahmen, der ihren Bedürfnissen entspricht. Mit den Eckpunkten für eine neues Abstammungsrecht hat der Bundesjustizminister eine ausgezeichnete Grundlage zur Umsetzung des Koalitionsvertrages geschaffen.   Die automatische Mutterschaft der Co-Mutter ist ebenso enthalten wie der Schutz der Väterrechte und die Schaffung einer rechtsverbindlichen Elternschaftsvereinbarung vor der Zeugung. So können sich alle Seiten vor der Umsetzung des Kinderwunsches sicher sein, dass das gewünschte Familienmodell auch umgesetzt werden kann und kein Rechtsstreit auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wird.   Nun müssen dem Eckpunktepapier schnell ein Referentenentwurf und ein Kabinettsbeschluss folgen. Klar ist: das Paket des Koalitionsvertrages ist bereits ein Kompromiss zwischen den Interessen der Mütter und denen der Väter in Regenbogenfamilien. Das Paket kann daher nicht mehr aufgeschnürt werden. Die automatische Mutterschaft gibt es nur mit der gleichzeitigen Verabschiedung der Elternschaftsvereinbarungen vor der Zeugung.     Gleichzeitig bedauern wir, dass SPD und Grüne bereits bei den Koalitionsverhandlungen verhindert haben, auch rechtliche Mehrelternschaften zuzulassen. Das im Eckpunktepapier verankerte Zwei-Eltern-Prinzip ist kein FDP-Anliegen, sondern setzt den Koalitionskompromiss um."

Kauch zu LSBTI-Verfolgung in Burundi - Rede im Europaparlament

Kauch zu LSBTI-Verfolgung in Burundi - Rede im Europaparlament

Der Europaabgeordnete Michael Kauch (FDP) hat gestern die LSBTI-Verfolgung in Burundi zum Thema im Europaparlament gemacht. In einer Rede im Parlament prangerte er die Hetze des burundischen Präsidenten Evariste Ndayishimiye an und forderte Konsequenzen von der EU.    Der Präsident des ostafrikanischen Landes hatte in einer vom Fernsehen übertragenen Veranstaltung gesagt: "Ich persönlich denke, wenn wir solche Menschen in Burundi sehen, sollten wir sie in ein Stadion stecken und steinigen“. Und er hatte hinzugefügt:  Homosexualität sei wie die "Wahl zwischen Satan und Gott" – wer sich für Satan entscheide, solle doch in die Länder des Westens gehen.   Für Kauch ist Burundi ein weiteres extremes Beispiel der Volksverhetzung in Teilen Afrikas. Die Menschenrechtssituation für Lesben, Schwule und Transgender verschlechtere sich gerade rapide in mehreren afrikanischen Ländern. Das berichte auch Amnesty International.   "Dazu darf die Europäische Union nicht schweigen", so Kauch. Anders als von den USA habe er von den europäischen Institutionen bisher nichts gehört.   Erst vor zwei Jahren habe die EU die Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi wieder aufgenommen. Kauch: "Das, meine Damen und Herren, muss überdacht werden. Wer seine Geldgeber als Orte des Satans verteufelt, wer Menschenrechte mit Füßen tritt, der hat sein Anrecht auf Unterstützung aus unseren Steuergeldern verwirkt."

LiSL-Vorsitzender Kauch ist neuer Europaabgeordneter

LiSL-Vorsitzender Kauch ist neuer Europaabgeordneter

Michael Kauch (FDP) ist seit heute Mitglied des Europäischen Parlaments. Der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL) ist für die ausgeschiedene Abgeordnete Nicola Beer nachgerückt, die als Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank berufen wurde.    Angesichts der kommenden Europawahl wird Kauch bis Juli Europaabgeordneter sein. "Die kurze Zeit möchte ich nutzen, um neben der laufenden Gesetzgebungsarbeit vor allem die Bürger- und Menschenrechte von LSBTI voranzubringen", so Michael Kauch. "In Teilen Osteuropas, aber aktuell auch in Italien ist einiges zu tun. Global muss die EU ebenfalls eine stärkere Rolle für queere Rechte spielen. Wir brauchen einen queerpolitischen Aufbruch auch in Europa."   Kauch strebt an, die Ausschüsse seiner Vorgängerin zu übernehmen. Dazu gehört auch die stellvertretende Mitgliedschaft im auswärtigen Ausschuss. Dieser ist u.a. für die Kontrolle der weltweit eingesetzten EU-Mittel zuständig. Eine Entscheidung über die Ausschussbesetzung wird in der nächsten Woche erfolgen.  Kauch ist beruflich selbständig als beratender Volkswirt in der Medizintechnik-Branche tätig. Diese Tätigkeit wird er während des begrenzten Mandats reduziert weiterführen. Politisch ist der 56-Jährige bisher Mitglied im Rat der Stadt Dortmund, Vorsitzender des FDP-Bundesfachausschusses Arbeit und Soziales und ständiger Gast im Bundesvorstand der Freien Demokraten. Von 2003 bis 2013 war Kauch Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist seit 2009 mit seinem Mann verheiratet und hat eine 10-jährige Tochter in einer Regenbogenfamilie.

LiSL zur Halbzeit der Ampel: Queerpolitischer Aufbruch braucht mehr Tempo

LiSL zur Halbzeit der Ampel: Queerpolitischer Aufbruch braucht mehr Tempo

Heute vor zwei Jahren wurde Olaf Scholz zum Bundeskanzler gewählt. Es ist also Halbzeit der Ampel. Zeit für eine Zwischenbilanz ihrer Politik für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Intersexuelle (LSBTI*).   Dazu erklärt Michael Kauch, Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer (LiSL):   "Die Ampel hat für LSBTI* schon jetzt mehr erreicht als die Vorgängerregierungen, in denen CDU/CSU den Fortschritt stets blockiert haben.   Dennoch braucht der queerpolitische Aufbruch mehr Tempo, damit bis 2025 auch wirklich alle Versprechen des Koalitionsvertrages eingelöst werden. Da sind die zuständigen Minister:innen Paus, Buschmann, Lauterbach, Faeser, Starck-Watzinger, Baerbock und Schulze allesamt ebenso gefordert wie der grüne Queer-Beauftragte der Bundesregierung, Sven Lehmann. Alle Koalitionspartner haben noch Hausaufgaben zu erledigen.   Ein ganz besonders wichtiger Erfolg ist die verschärfte Strafbarkeit von homo- und transfeindlicher Hasskriminalität, die der liberale Bundesjustizminister Marco Buschmann ebenso erreicht hat wie die anstehende Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen gegen LSBTI* im Völkerstrafrecht. Hier muss Bundesinnenministerin Nancy Faeser nun die entsprechende Umsetzung bei den Polizeien von Bund und Ländern sicherstellen.   Auf der Habenseite der Koalition stehen zudem Verbesserungen für die Anerkennung queerer Geflüchteter, eine neue Gedenkkultur für die homo- und transsexuellen Opfer des Nationalsozialismus, die Abschaffung des Blutspendeverbots und ein neuer Erlass zu Regenbogenflaggen an öffentlichen Gebäuden.   Das Selbstbestimmungsgesetz muss jetzt final beschlossen werden, statt mit immer neuen Änderungswünschen die Gesetzgebung weiter zu verzögern.    Tempo braucht auch der Nationale Aktionsplan "Queeres Leben". Hier ist zwar der Prozess gestartet, aber bisher sind keine konkreten neuen Maßnahmen erkennbar. Das liegt ausdrücklich nicht nur am Geld, sondern auch am Management des Prozesses. Hier ist mehr Ergebnisorientierung des federführenden Familienministeriums gefragt.   Höchste Zeit wird es für die versprochenen Reformen für Regenbogenfamilien. Das Abstammungsrecht muss jetzt in den Gesetzgebungsprozess eingebracht werden - und zwar eins zu eins so, wie es im  Koalitionsvertrag verabredet wurde. Nur wenn schwule Väter nicht entrechtet und Co-Parenting-Modelle erleichtert werden, ist ein neues Abstammungsrecht zustimmungsfähig. Eine Reform nur für lesbische Mütter kann es nicht geben.   In der Außen- und Entwicklungspolitik müssen wir leider feststellen, dass die Menschenrechte von LSBTI* bei einer feministischen Außenpolitik schlicht nicht stattfinden. Halbherziger Protest bei der Todesstrafe in Uganda und keinerlei Konsequenzen in der Entwicklungspolitik - das unterscheidet sich kaum vom früheren Entwicklungsminister der CSU.   Schließlich ist es nicht hinnehmbar, dass beim Artikel 3 Grundgesetz nichts vorangeht. Wenn es für Pakete verschiedener Anliegen keine Mehrheiten gibt, dann muss die Ergänzung des Gleichstellungskatalogs um die sexuelle Identität jetzt endlich einzeln auf den Weg gebracht werden. Denn dafür sind am ehesten die notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheiten in Sicht."

LiSL wählt neuen Bundesvorstand

LiSL wählt neuen Bundesvorstand

LiSL, die liberale LSBTI*-Organisation, hat bei der Bundesmitgliederversammlung gestern in Berlin einen neuen Bundesvorstand gewählt.

Bundesvorsitzender der Liberalen Schwulen, Lesben, Bi, Trans und Queer bleibt Michael Kauch. Der Volkswirt und ehemalige Bundestagsabgeordnete erhielt 96% Zustimmung und führt LiSL bereits seit 10 Jahren.

Neu im Kreis der stellvertretenden Vorsitzenden ist Philip Korsten (26), bisher Landesvorsitzender in Baden-Württemberg. Wiedergewählt wurden Sabine Bauckhage aus Bielefeld, Andre Lehmann aus Berlin und Jörg Welling aus Hamburg. Neuer Schatzmeister ist Björn Jacobs (47) aus dem Saarland.

Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden erstmals Katrin Münch (41) aus Sachsen und Prof. Dr. Alexander Wulf (39) aus Berlin gewählt. Katrin Münch ist die erste Trans-Frau im LiSL-Bundesvorstand. Erneut im Vorstand sind Rolf Würz aus Hessen, Daniel Rüdel und Wolfgang Appenzeller aus Bayern sowie Helmut Metzner aus Berlin.

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