CSD Berlin e.V. spaltet die LGBTI-Bewegung

Jahrelang hat die LGBTI-Bewegung und die CSDs um breite gesellschaftliche Teilnahme geworben. Der Erfolg dieser Strategie ist eine Teilnahme vieler gesellschaftlicher und politischer Akteure, darunter alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Jetzt wirft der Berlin CSD e.V. die integrativen Erfolge für eine durchschaubare, einseitige Wahlkampfhilfe für die linken Parteien über Bord. Erst schließt er, der für den Kampf der Diversität stehen sollte, die CDU von der Teilnahme am CSD aus und beschreibt die Union in Podiumsdiskussionen als verfassungsfeindliche Organisation, dann fordert er den Rücktritt eines Vertreters der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL), weil dieser offen und deutlich anprangert, dass der Berlin CSD e.V. sich hier zum Gegner von Toleranz, Freiheit und demokratischer Auseinandersetzung macht, anstatt Vorreiter dieser Werte zu sein. Die Liberalen Schwulen und Lesben fordern, dass der Berlin CSD e.V. sicherstellt, dass – alle demokratischen politischen Kräfte auf dem CSD willkommen sind! – der CSD nicht von linken Parteien für Wahlkampfzwecke missbraucht werden darf, obwohl diese im Vorstand offensichtlich die Mehrheit halten! – weitreichende Beschlüsse über die Identität des CSD nicht ohne Diskussion und Entscheid durch die Mitglieder des Vereins getroffen werden! – Transparenz in die Frage der Zuwendungen politischer Akteure zum Berlin CSD e.V. gebracht wird, um die von verschiedenen Seiten aufgeworfene Frage nach finanziellen Gründen für die Wahlkampfaktivitäten des Vereins zu klären. Die Liberalen Schwulen und Lesben unterstützen ausdrücklich unser Vorstandsmitglied Ralf Fröhlich in seiner Botschaft für Toleranz und Offenheit und gegen Verbote und Zensur als Mittel der politischen Auseinandersetzung, die er zum Jahrestag der Bücherverbrennung eindrücklich unterstrichen hat. #CSDBerlinLiSL

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