Pride Parade Overhead

Stoppt den Hass

Todesopfer nach CSD-Attacke in Münster zeigt, dass Homo- und Transfeindlichkeit in unserem Land eine reale Bedrohung ist


"Kein politisches Luxusproblem" - Forderungen an Bundes- und Landesregierung

Zum Tod des Opfers der homo- und transfeindlichen Attacke beim CSD Münster erklären für die Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) ihr Bundesvorsitzender Michael Kauch und ihr Landesvorsitzender NRW, Julian Kull: Wir trauern um das Todesopfer von Münster, das sich couragiert einer homofeindlichen Attacke entgegengestellt hatte und selbst zum Opfer des Hasses des Täters wurde. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und den ihn liebenden Menschen. Unsere Solidarität gilt der LSBTI-Community in Münster, die frei und sicher leben können muss. Wir hoffen, dass der Täter schnell gefasst wird und seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Die Tat von Münster zeigt, wie groß der Hass gegen Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und Intersexuelle immer noch ist. Sie zeigt, dass Homo- und Transfeindlichkeit in unserem Land eine reale Bedrohung ist. Sie zu bekämpfen, ist eine Kernaufgabe des Staates. Sie ist kein politisches Luxusproblem. Daher ist es richtig, dass Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) die Strafen für Hassverbrechen gegen die sexuelle Orientierung und das Geschlecht verschärfen will. Daher ist es notwendig, dass Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) parallel an einer besseren Verfolgung homo- und transfeindlicher Straftaten durch die Polizei arbeiten. Und wir erwarten vom Queer-Beauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann (Grüne), dass er stärker als bisher vorgesehen die Bekämpfung von Hassgewalt zu einem zentralen Punkt des Nationalen Aktionsplans für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt macht.